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Die Gemeinde Rogatec (Rohitsch) befindet sich im Südwesten Sloweniens. Das Gemeinwesen liegt am Übergang der südlichen Abhänge des Weingebiets Haloze in das Tal des grünen Posotelje. Auf diesem kleinen Gebiet, das zwischen dem Berg Donaèka gora im Norden und dem Fluß Sotla im Süden eingezwängt ist, findet man seltene und wertvolle Juwele unseres natürlichen, kulturellen sowie geschichtlichen Erbes vor. Hier kreuzten sich bereits in früheren Zeiten bedeutende Verkehrs- und Handelswege und eben dieser günstigen Lage am Übergang aus dem voralpinen in die Pannonische Welt ist es zu verdanken, dass man Rogatec mit seinen 700-jährigen Marktrechten unter die ältesten Marktflecken im slowenischen Gebiet einordnen kann. Als Ansiedlung wird es bereits in der Römerzeit erwähnt. Im überwiegenden Teil seiner Geschichte war Rogatec eine florierende Niederlassung verschiedenster Handwerker und Händler. Wegen der natürlichen Eigenschaften, der unversehrten Landschaft und der kulturell-künstlerischen Denkmäler orientiert sich die Gemeinde Rogatec heute vor allem in die Entwicklung der Geschäftstätigkeiten, des Fremdenverkehrs und der Dienstleistungen. Wenn man im Marktflecken Rogatec ein wenig verweilt, stellt man sehr schnell fest, dass sich die bewegte Vergangenheit auf ihre ganz besondere Art schon aus der Architektur des gut erhaltenen alten Marktkerns mit dem Marienbildstock in der Mitte des Marktplatzes widerspiegelt. Von der Besiedelung dieses Landstrichs in der Römerzeit zeugt das Steinrelief eines beflügelten Drachens, der in die Fassade eines Wohnhauses im Südteil des Marktes eingefasst ist. Einzigartige Besonderheiten sind auch die alten Portale und die Treppen, welche man in den Steinbrüchen von Log (Auen) schlug und die von einem blühenden Zeitabschnitt des Steinmetzhandwerks (Steinschliff) in Log im vorigen und in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts berichten. Über den Marktplatz erhebt sich in seiner fast beschützenden Erscheinung die erzdiözesane Barockkirche St. Bartholomäus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die von mächtigen Steinmauern umgeben ist und die wegen der bewundernswerten Fresken (barocke Scheinarchitektur) im Innern besondere Aufmerksamkeit verdient, auch wegen der Altäre (©tefan, Anton und Janez Jurij Mersi, Joseph Straub) und der Altarbilder (Anton Lerchinger, Valentin Metzinger). Auf dem Berg über der Kirche sind noch Ruinenreste einer mittelalterlichen Burg aus dem Ende des 12. Jahrhunderts zu sehen. Auf dem Spazierweg über den Berg oder vom Marktplatz aus durch schmale Gassen, am Schloss Strmol aus dem 15. Jahrhundert vorbei, erreicht man schließlich das ethnologische Museum - das Freilichtmuseum Rogatec. Dieses Kulturdenkmal ist ganz bestimmt eine der interessantesten touristischen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. Im Freilichtmuseum wird ein typisches mittelalterliches Bauerngehöft des subpannonischen Haustyps dargestellt. Mit Restaurierungen alter Bauernhäuser und durch die Programmtätigkeit sorgt das Museum für die Erhaltung des Volksbaukunsterbes und die Neubelebung kultureller Überlieferungen jener Menschen, die in der Zeit gegen Ende des 18. und in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts auf dem Gebiet südlich unter den Bergen Donaèka gora und Boè lebten. Im Norden erhebt sich aus der sanft gebirgigen Landschaft, besiedelt mit kleineren Bauerngehöften, Weingärten und freundlichen Menschen, gebieterisch der Berg Donaèka gora (884 m ü. M.), der von den Einheimischen gerne auch als „©tajerski Triglav- bezeichnet wird, denn von der Südseite sind schon aus dem Tal seine drei Gipfel schön zu sehen. Der Berg gehört zum Schutzgebiet des „Landschaftsparks Boè - Donaèka gora-, auf seinem Nordhang erstreckt sich ein Schutzgürtel eines noch intakten Urwaldes, ebenfalls befinden sich hier Standorte seltener Pflanzen, wie Alpen-Ruhrkraut und die auf der Welt einzigartige Juvan’s Hauswurz. Auf den Berg führen gut markierte und instandgehaltene Bergpfade; auf dem Westsattel unter dem Berg kann man sich in einer bewirtschafteten Berghütte dann erholen und ausruhen. Der Nordhang ist mit Resten von Steinmetzwerkstätten besät, in denen man in früheren Zeiten Mühlsteine herstellte. Jetzt aber noch auf einen Sprung nach Log, eines Gebietes des gebirgigen Macelj, im Osten der Gemeinde gelegen, wo auch der Fluss Sotla entspringt. Zur Flussquelle führt ein markierter Weg, aus dem Tal unter der Donaèka gora wurde über Log nach Süden hin auch eine neue Asfaltstraße in das Sotlatal angelegt. Diese Strasse führt auch an einem aufgelassenen und mächtigen Steinbruch vorbei, ein kleinerer versteckt sich aber im Schutze der weiten Wälder. Die unberührte Natur und die Gastfreundlichkeit der Bewohner von Log laden alle jene Menschen ein, die erholungsbedürftig sind und dem Alltagsleben entrinnen wollen und noch die Fähigkeit besitzen, der Natur und ihrer Sprache zu lauschen. Wir in der Gemeinde Rogatec sind uns inmitten des natürlichen und kulturellen Reichtums unseres kleinen Landstrichs und der Überlieferungen unserer Ahnen immer mehr bewußt, dass man den neuen Trends folgen, jedoch den Wurzeln treu bleiben muss. Deshalb schlossen wir uns in mehr als zehn freiwilligen Vereinen zusammen, in denen wir gemeinsam arbeiten. Wir sind stolze und fröhliche Menschen offenen Herzens, die ihre Freude und ihren Optimismus gerne mit anderen Leuten teilen. Vielleicht werden wir in unseren reichen Überlieferungen gemeinsam Antworten für die Gegenwart finden - vor allem aber heute, zur Jahrtausendwende, wo wir uns immer wieder fragen was wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen. |
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